Workshop-Programm 2020

Workshop-Programm 2020

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LEAN MANAGEMENT UND INDUSTRIE 4.0 IN DER VARIANTENREICHEN SERIENPRODUKTION

Die fortschreitende Digitalisierung und Industrie 4.0 bieten produzierenden Unternehmen die Chance, Komplexität zu reduzieren und ein diverseres Produktportfolio mit höherer Flexibilität bei gleichbleibenden Kosten zu produzieren. Lean Management stellt dabei weiter die Basis für die optimale Gestaltung des Produktionssystems dar. Zum einen stehen durch die Digitalisierung neue Methoden zur Produktionsoptimierung zur Verfügung, zum anderen können bewährte Methoden schneller, einfacher oder mit geringerem Vorwissen angewandt werden. Die Workshopteilnehmer produzieren während des Workshops Elektromotoren und verbessern die Produktion schrittweise selbstständig. Dabei erfahren sie die  Transformation einer weitestgehend analogen Werkstattfertigung zu einer durch digitale Werkzeuge unterstützten flexiblen Fließproduktion mit Losgröße Eins. Auf dem Weg zur Fließproduktion analysieren die Teilnehmer das Gesamtsystem, optimieren die Prozessreihenfolge, takten die Produktion aus, reduzieren die Rüstzeiten und passen das Layout an. Neben den Produktionsprozessen werden ebenfalls die Prozesse der Logistik, von der Kommissionierung bis zur Beschickung der Linie, umgestellt. Um eine hohe Liefertreue auch bei schwankender und kurzfristiger Kundennachfrage sicherzustellen, werden verschiedene Methoden der Produktionssteuerung behandelt. Neben den Lean-Werkzeugen stehen den Workshopteilnehmern zahlreiche digitale Werkzeuge zum direkten Einsatz an den Produktionsstationen und zur Analyse der Produktion zur Verfügung. Mehr Infos

SIX SIGMA 4.0 – DATA MINING ZUR QUALITÄTSSICHERUNG

Die Digitalisierung der Produktion und die Handhabbarkeit großer Datenmengen eröffnen neue Möglichkeiten in der Qualitätssicherung. Durch kostengünstige Sensorik können Daten schnell und ohne hohen Integrationsaufwand gewonnen werden. Dank neuer Methoden aus dem Bereich des Data Mining kann Wissen schneller und strukturierter aus den aufgenommen Daten extrahiert werden. In Verbindung mit dem systematischen Vorgehen eines Six Sigma-Projekts können diese Methoden genutzt werden, um Qualitätsprobleme in der Produktion systematisch zu lösen. Die Seminarteilnehmer werden in der Schulung mit einem schwerwiegenden Defekt in der Produktion konfrontiert und müssen mit Hilfe des DMAIC-Zyklus systematisch das Problem eingrenzen, identifizieren und lösen. Hierfür kommen klassische Six Sigma-­Qualitätstechniken ebenso wie Programme zur Datenaufbereitung und -analyse zum Einsatz. Die Teilnehmer werden strukturiert an die Verwendung der Data Mining-­Programme im Rahmen eines Six Sigma-Projekts herangeführt. Durch die großen (Echtzeit-) Datenmengen und die anschließende Auswertung mittels des einsteigerfreundlichen Programms KNIME® Analytics können neue Lösungsansätze gefunden werden. Die enge Verzahnung von Theorie- und Praxiseinheiten ermöglicht die direkte Erprobung der erlernten Methoden an einer realen Montagelinie für Elektromotoren und garantiert einen langfristigen Lernerfolg. Mehr Infos

SKALIERBARE AUTOMATISIERUNG

Das Umfeld produzierender Unternehmen befindet sich in einem drastischen Umbruch: Durch die Globalisierung sehen sich Unternehmen mit vielfältigen und schwer prognostizierbaren Wandlungstreibern konfrontiert. Der in vielen Märkten vorherrschende Trend zur kundenindividuellen Produktion führt zudem zu einer steigenden Variantenvielfalt, die Produktionssysteme beherrschen müssen. Mit statischem Automatisierungsgrad geplante Produktionslinien sind in diesem dynamischen Umfeld nicht mehr effizient. Mit skalierbarer Automatisierung wird eine schrittweise Anpassung des Automatisierungsgrades möglich.
Der Workshop fokussiert die Planung und Bewertung von skalierbarer Automatisierung anhand einer realen Montagelinie. In verschiedenen Szenarien sehen sich die Teilnehmer Herausforderungen durch Wandlungstreiber gegenüber und entscheiden, wie der Automatisierungsgrad einer Montagelinie angepasst ­werden sollte. Dazu bewerten sie die Wandlungsfähigkeit der vorhandenen Betriebsmittel, identifizieren Potenziale und Hemmnisse der Automatisierung anhand modularer Stationen, leiten daraus Linienkonfigurationen ab und bewerten diese anhand der dynamischen Investitionsrechnung. Die Teilnehmer bewerten zu Beginn den einmaligen Umbau der Montage und entwickeln später ganze Skalierungspfade für einen längeren Zeithorizont. Die Planung wird jeweils anschließend in praktischen Phasen während der Montage von Elektromotoren erprobt. Mehr Infos

AGILE GLOBALE PRODUKTIONSNETZWERKE

Das Fortschreiten der Globalisierung führt dazu, dass Unternehmen in globalen Produktionsnetzwerken agieren und vielfältigen Herausforderungen gegenüber stehen. Globale  Produktionsnetzwerke werden als komplexe, vernetzte Systeme verstanden, die sich ständig sich verändernden Strukturen anpassen müssen. Diese Netzwerke sehen sich in Zeiten der VUCA-Welt einer steigenden Komplexität und Dynamik sowie einer zunehmenden Variantenvielfalt gegenüber. Um in einem solch volatilen Umfeld bestehen zu können, müssen Unternehmen in der Lage sein, ihren Produktionsverbund sowie die einzelnen Standorte an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. So kann beispielsweise die steigende Nachfrage in einem Markt den Aufbau eines neuen Produktionsstandorts erfordern, der wiederum Einfluss auf die gesamte Netzwerkstruktur nimmt. Im Workshop erleben die Teilnehmer die schrittweise Planung und Änderung ausgehend von einem einzelnen Standort, der alle Märkte weltweit beliefert, bis hin zu einem globalen Produktionsnetzwerk, das durch die Digitalisierung miteinander vernetzt ist. Aufgrund steigender Kosten am Standort Deutschland müssen die Workshopteilnehmer Teile der Produktion nach Osteuropa verlagern. Hierbei stellt sich die Frage der Eigen- oder Fremdfertigung. Kommen nun Qualitätsprobleme oder Local-Content-­Auflagen hinzu, muss über eine erneute Adaption des Produktionsnetzwerkes nachgedacht werden.  steigende Komplexität zwischen den Standorten wird in der letzten Phase des Workshops mittels  Track & Trace und Kollaboration abgebaut.

Corona-Update: Fragen Sie nach Ausweichterminen

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation müssen die Workshops bis Mitte Juni ausfallen. Fragen Sie uns nach einem Asuweichtermin, wir suchen gerne mit Ihnen nach einem neune Workshop-Termin!