IoT Hackathon Retro

Rückblick IoT-Hackathon 2018

Vom 4. Juni um 9:oo Uhr bis zum 5. Juni um 18:00 fand in der Lernfabrik Globale Produktion am wbk der IoT-Hackathon gesponsert durch TRUMPF, Wittenstein und Balluff statt.

Ziel des 33-stündigen Wettbewerbs war es eine smarte Lösung in den Bereichen Kommisionierung, Logistik und Automatisierung zu entwickeln und die Jury bestehend aus Vertretern der Sponsoren sowie Prof. Dr.-Ing. Gisela Lanza zu überzeugen.

Der Montagmorgen begann um 9.00 mit einer Begrüßung der Teilnehmer durch wbk und Sponsoren. Dabei wurde anhand einer detaillierten Führung durch die Lernfabrik Globale Produktion ein Rahmen für die Aufgabenstellung gesteckt und den Teilnehmern anhand hierfür aufgebauter Stationen erläutert. Hierbei wurden auch die zur Verfügung stehen Technologien vorgestellt:

  • Indoor Positionierungstechnologie: Gleichzeitige Ortung von bis zu 30 Sensoren mit einer Updaterate von 5ms. Neben den Positionsdaten stehen Beschleunigung, Temperatur, Lage und Luftdruck zur Verfügung.
  • Gestensteuerung: Erkennung von acht Gesten der Hand über eine Armband am Handgelenk
  • Arduino: Über eine Vielzahl an Sensoren und Mikrocontrollern können Prozesse schnell und einfach automatisiert werden.
  • ProGlove: Über einen in einen Handschuh integrierten Scanner können Barcodes/DMCs direkt während der Arbeitsschritte gescannt werden
  • imagotag: digitale, zentral steuerbare Labels zur Kennzeichnung von Behältern etc.
  • VR/AR-Brillen: Oculus Rift, Microsoft HoloLens, weitere Brillen und Tablets

Durch den freien Zugriff auf alle Komponenten der Lernfrabik konnten die Teilnehmer ihre Lösung jederzeit an verschiedenen Stationen erproben um somit in kürzester Zeit eine Lösung für einen realen Anwendungsfall zu schaffen.

Angetreten beim IoT-Hackathon 2018 sind 8 Teams mit insgesamt 30 Teilnehmern.

Erster Platz

Das fünfköpfige Siegerteam präsentierte einen autarken, in eine Palette integrierten Sensor zur Überwachung der Umgebungstemperaturen, Erschütterungen und Lage der Palette während des Transportweges. Beim Verladen der Palette werden die Grenzewerte für den Transport per NFC auf den Sensor geschrieben. Werden die Grenzwerte während des Transports angenähert oder überschritten, ändert sich die Farbe des Sensors, sodass bei der Warenannahme bereits eine Verletzung der Transportbedingungen ersichtlich sind.  Die gesammelten Daten über die Paletten können ebenfalls genutzt werden, um bei der Beladung von LKWs eine optimale Ladungsverteilung zu errechnen. Durch ein Lichtsignal des Sensors wird die Palette, die als nächstes Verladen werden sollte, markiert.

Zweiter Platz

Den zweiten Platz belegte das Team „Round Pancakes“ mit einer smarten Pick-by-Vision-Lösung. Die vorgestellte Lösung hilft den Mitarbeitern in der Kommissionierung schnell die richtigen Lagerplätze der benötigten Komponenten zu finden. Die vorgestellte Lösung nutzt die Microsoft HoloLens, um dem Kommissionierer Informationen einzublenden und intelligente Sensorik, um bei richtigem Picking den Vorgang zu quittieren.

Dritter Platz

Den dritten Platz erzielte das Team „Betty“ mit einer Gamification-Lösung zur Austaktung der Produktionslinie. Taktzeitverluste und unterschiedliche  Austaktungen sind für die einzelnen Arbeitsstationen meist nicht sichtbar. Die vorgestellt Lösung visualisiert jede Arbeitsstation als Avatar, der sich auf einer Spieloberfläche fortbewegt, sobald die Bearbeitungszeit unterhalb der Taktzeit liegt. Erst, wenn alle Stationen wieder im Gleichschritt arbeiten, kann das nächste Level erreicht werden. Damit durch den Anreiz die Bearbeitungszeit zu senken, keine Bestände entstehen, werden Bestände visualisiert und gehen negativ in die Bewertung ein. Bei Ausschussproduktion wird stets das gesamte Produktionsteam zurückgestuft. Die Daten werden über die OPC-UA-Schnittstelle der Maschinensteuerungen bereitgestellt.

Publikumsliebling

Der Preis für den Publikumsliebling ging an eine Augmented Reality Lösung zur Visualisierung von Daten die durch eine intelligente Verpackung gewonnen werden. In das Paket integrierte Sensoren sammeln Daten zur Temperatur, Beschleunigung und Helligkeit während des Transportweges. Filmt der Nutzer mit der entwickelten App das Paket, wird der Inhalt des Pakets in AR in den Karton projeziert. Zusätzlich stellen Diagramme die Maximalwerte der aufgenommenen Daten dar und machen somit etwaige Transportschäden bereits vor dem Öffnen des Pakets sichtbar.